einfach zu Schade für die Garage...

Reisebericht

Reisebericht Tunesien (Dezember 2007) - Weihnachten in Schneeweißen Dünen

Erst war es eine Schnapsidee gewesen, die 7 Tage Resturlaub für 2 Wochen im Süden Tunesiens zu nutzen. Doch dann schien es uns immer verlockender, Weihnachten in der Sahara zu verbringen. Wir ergatterten einen der letzten Plätze auf der Fähre von Genua nach Tunis. Die Habib kam mit 12 Stunden Verspätung am 16. Dezember imHafen La Goulette an. Nachts um halb zwei hatten wir endlich die Einreise geschafft. Wir steuerten den ersten Parkplatz im Hafen an und fielen erschöpft in unsere Betten.

ob alle auf die Fähre passen?

Am nächsten Morgen wurden wir auf unserem Weg in den Süden gleich bei der Einfahrt nach Tunis gestoppt. Ein Polizist erklärte uns, dass LKW erst ab 9 Uhr durch Tunis fahren dürften. Er ließ sich nicht davon überzeugen, dass unser Bimobil ein Wohnmobil sei. Also legten wir eine Pause ein und fuhren dann auf die Autobahn. Sfax und Gabès umfuhren wir auf neuen Umgehungsstraßen. Kurz vor Sonnenuntergang bogen wir auf einen kleinen Feldweg zum Meer ab und verbrachten die zweite Nacht in Tunesien mit Blick auf das Meer.

In Tataouine füllten wir unseren Tank und kauften in einem kleinen Laden Obst und Gemüse, auch das frische Brot lockte. Als wir fast die libysche Grenze erreicht hatten, zweigten wir nach Remada ab.Ab hier folgten wir einer gut ausgebauten Piste nach Bir Amir. Zwischen malerischen Zeugenbergen genossen wir das goldene Licht der untergehenden Sonne und verspeisten unser leckeres Brot, gut belegt mit Würstchen, aromatischen Tomaten, Paprika und saftigen Gurkenscheiben. Dazu ein Gläschen Rotwein.

Einsamkeit zwischen Zeugenbergen
„Greenbelt Park" vom 20.-21.06.2008

Wir schälten uns aus unseren Schlafsäcken, als sich am nächsten Morgen der Himmel rot färbte. Bei Temperaturen knapp über Null, zogen wir es vor, in unserem mobilen Heim zu frühstücken. Mit steigender Sonne wurde es wärmer. Uns begegnete kein einziges Auto auf dem Weg nach Westen. Es zog uns an den Fuß der Dünenkette, die parallel zur Pipeline-Piste verläuft. Ca. 30 km südlich von Ksar Ghilane bauten wir unser Lager auf. Sofort kletterte ich bis auf den Dünenkamm, um das prachtvolle Sandmeer zu bewundern. Wir genossen die Stille und die warmen Sonnenstrahlen. Ein Hirte zog mit einer Ziegenherde vorbei und bat um etwas Wasser.

Blick über das Sandmeer
„Greenbelt Park" vom 20.-21.06.2008

Nach einer kühlen Nacht brachen wir auf nach Ksar Ghilane. Campingplätze und Cafés waren verwaist. Wir waren die einzigen Gäste am kleinen See, der von warmem artesischem Wasser gespeist wird. Nach einer Cola reisten wir weiter nach Douz. Wegen der umher fliegenden Mülltüten fanden wir die weißen Dünen nicht sehr einladend und beschlossen Tozeur anzusteuern. Die Salzkruste des Schott el Djerid schien trocken zu sein, doch wir zogen es vor, die Teerstraße nicht zu verlassen. Zum Glück war der Campingplatz in Tozeur relativ leer, schon so war es schwierig genug, unser hohes Wohnmobil unter den Bäumen zu rangieren. Gleich lernten wir sympathische Leute aus Graz kennen, mit denen wir abends das nette Restaurant „Le Petit Prince“ besuchten. Es ist geschmückt mit Bildern aus dem Buch von Saint- Exupéry und bietet ein ausgezeichnetes Essen.

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