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Ob wir hier durchpassen? Links Fels, rechts Büsche und Bäume, dazwischen die Fahrspur, tief eingeschnitten für die Achsbreite von Landrovern. Das Bimobil quält sich auf halber Höhe voran, die Zweige zerkratzen den Lack von Fahrerhaus und Kabine. Wenn wir hier steckenbleiben, müssen wir rückwärts zurück! Irgendwann ist es tatsächlich geschafft, die Piste öffnet sich wieder. Erstmal durchatmen. Wir passieren ein Tal, in dem helle Lehmfinger sich über den schwarzen Felsboden ziehen. Am nächsten Bergeinschnitt bleiben wir für die Nacht, stellen uns zwischen die sanften Hügel, beobachten später den sternenklaren Nachthimmel.
Die tiefstehende Morgensonne beleuchtet Muster, die das Wasser im feuchten Lehm hinterlassen hat. In einem Paralleltal des Oued Draa geht es vorbei an stacheligen Büschen weiter bis Assa, wo wir uns mit frischem Brot, Mineralwasser und Diesel versorgen.
Wir folgen dem Draa-Tal Richtung Osten. Wieder müssen wir durch einen Hohlweg der direkt am Fels entlang führt, er ist aber zum Glück nicht ganz so eng wie der letzte. An einem Oued mit vielen grünen Bäumen schlagen wir unser Lager auf und ziehen uns in unsere gemütliche mobile Hütte zurück als es kühl wird.
Als die gute Piste nach Norden abbiegt, stoßen wir auf einen Militärposten, der uns zurück auf die Teerstraße eskortiert, weil hier militärisches Sperrgebiet an der Grenze zu Algerien beginnt. Wir müssen auf einen fahrtüchtigen Landrover warten und werden mit Tee, Brot und Dattelsirup bewirtet.
In Tata versorgen wir uns mit Geld aus dem Automaten, fahren weiter durch Tissint bis Foum Zguid. Hier herrscht reger Betrieb, wir müssen mitten durch den Markt, um zur Tankstelle zu gelangen. Abends campieren wir am Rand des Lac Iriqui, an einem rotgestreiften Berg. Wir entdecken viele graue Steine, die Fossilien enthalten.
Der Lac Iriqui ist dunkelbraun und feucht, ganz schön weich. Die erste große Ebene haben wir gequert, auf der festgefahrenen Piste sollte es gehen. Bloß nicht in dem Salzschlamm stehenbleiben. Diese Salzseen, Sebkhas, sind berüchtigt. Endlich haben wir den kleinen Ort Zaouia Sidi Abd en Nebi erreicht. Wir freuen uns jetzt über jede Steinstrecke, mag sie noch so holprig sein. Auch die Dünen im Erg Chegaga sind feucht. Im Sand legen wir eine ausgedehnte Pause ein, endlich ist es sonnig und warm. Hinter der Sacre Source ziehen schon wieder Regenwolken auf, verwöhnen uns mit einem strahlenden Regenbogen.
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