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Reisebericht Marokko (Dezember 2006) zurück -->
 
Endlich darf unser Bimobil nach Nordafrika. Im Dezember 2006 fahren wir nach Marokko.

Obwohl bereits in den Pyrenäen der Motor streikt und uns ein spanischer Trucker-Kollege auf den nächsten Parkplatz ziehen muss, trauen wir uns nach Afrika, weil unser Mobil brav durch ganz Spanien gerollt ist.

Nach einer Regennacht in Asilah fahren wir zügig in den Süden, wo wir bei Oualidia einen schönen Platz direkt am Strand finden. Nikolaustag.

Wir sitzen gemütlich in unserem Wohnzimmer als wir plötzlich ein Brummen hören. Licht aus. Rollos hoch. Ein Kleinlastwagen rollt rückwärts direkt vor unser Auto. Männer steigen aus. Sie unterhalten sich laut. Wir hören sie schaufeln. Um uns kümmern sie sich nicht. Nach einer guten Stunde fahren sie wieder weg, ohne Licht, das sie erst kurz vor Oualidia einschalten. Horchend warten wir noch einen Moment, wir wissen ja nicht, ob alle wieder mitgefahren sind. Dann inspizieren wir die Stelle, wo sie geschaufelt haben. Offensichtlich haben sie etwas im Sand vergraben, alles fein säuberlich wieder eingeebnet und mit Steinen markiert.

Mit Blick auf den tosenden Atlantik fahren wir weiter bis Essaouira, einem angenehmen Fischerstädtchen, am nächsten Tag geht es weiter nach Fort Bou Jerif.

Ab heute soll unser LKW endlich Pisten unter die Räder bekommen. Der heftige Sandsturm Chamsin verweht alle Konturen, Bergkämme und Ausmaße der Oueds, der ausgetrockneten Flussbetten, sind nicht zu erkennen. Wir biegen nach Osten in ein Tal ab, das so eng wird, dass wir über steinige Felstreppen ins südliche Nachbartal abbiegen müssen. Da es schon dämmrig wird, beschließen wir, möglichst windgeschützt bis morgen zu warten. Der Sturm rüttelt die Kabine so, dass das Spülwasser aus der Schüssel schwappt, hoffentlich reißt er nicht die Dachluke aus der Verankerung. Mitten in der Nacht lässt der Sturm nach, dafür prasselt jetzt Regen auf unser Dach.
Am nächsten Morgen hat der Wind alle Wolken weggefegt, die Sonne scheint am blauen Himmel. Wir können einer Piste folgen, die uns in ein weites Tal führt, das nach Osten offen ist. Leider nimmt im Lauf des Vormittags der Wind wieder zu und verhüllt die eindrucksvolle Landschaft mit einem Staubvorhang. Es ist nicht mehr weit bis ins Draa-Tal, in dem wir nach Osten fahren wollen. Wir gleiten über einen riesigen, tischebenen trockenen Salzsee, eine Sebkha. Im Draa-Tal pausieren wir an bunten Abbruchfelsen. Die Piste quert das Tal, das hier aus tiefen Rinnen und Hügeln besteht, die die letzten Wassermassen hinterlassen haben, und läuft dann direkt an den Felsen entlang.
 
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